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Zug und Zürich verlieren, Luzern auf Vormarsch: Handelsregisterneueintragungen 1.-3. Quartal

In der Schweiz wurden von Januar bis September des laufenden Jahres 28‘959 Firmen neu in das Handelsregister eingetragen. Das sind 1,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zu den Gewinnern gehören Luzern und das Tessin, Zürich und Zug dagegen sind im Krebsgang.

In der Schweiz ist die Zahl der Handelsregisterneueintragungen in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahrs mit 28‘959 gegenüber 29‘399 in der Vorjahresperiode gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 1,5 Prozent. Bereits im ersten Semester dieses Jahres gab es im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 einen Rückgang der Neueintragungen von 1 Prozent. Die anhaltende, leicht negative Entwicklung lässt sich einerseits mit Konjunkturängsten begründen. „Der starke Franken verunmöglicht die Umsetzung gewisser Geschäftsmodelle, weil diese für das Ausland zu teuer sind“, sagt Michele Blasucci, CEO STARTUPS.CH.

Andererseits werden in den Spätsommermonaten saisonal bedingt weniger Firmen neu eingetragen.
Auffallend bleibt, dass der Kanton Zürich weiterhin an Attraktivität für Neueintragungen einbüsst. Angesichts seiner Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft verzeichnete er mit 4‘902 in den ersten drei Quartalen zwar erneut mit Abstand am meisten Neueintragungen (auf ihn fielen 16,9% aller neu eingetragenen Firmen). Gleichwohl ging deren Zahl gegenüber der vergleichbaren Periode des Vorjahrs um 350 bzw. 6,7% zurück. Auch im Kanton Zug wurden deutlich weniger Neueintragungen gezählt (-7,7%). Dagegen verzeichnete der Kanton Luzern 1‘316 Neueintragungen, was einem Plus von 8,3% entspricht. „Mit dem Kanton Luzern hat Zug einen starken Konkurrenten bekommen, der seit dem 1. Januar dieses Jahres das steuergünstigste Domizil für Firmen in der Schweiz bietet“, erläutert Michele Blasucci.
 

Tessin profitiert vom „Monti-Effekt“

Der hohe Anstieg an Neueintragungen im Kanton Tessin (+23,2% auf 2‘024) ist dagegen weniger auf interkantonale Steuervorteile zurückzuführen, sondern vielmehr der neuen, harten italienischen Steuerpolitik unter Ministerpräsident Mario Monti zu verdanken, die viele Italiener ins Tessin lockt. In der Westschweiz hingegen deuten die Zahlen (noch) nicht auf einen vergleichbaren Effekt. Die Politik der Regierung François Hollandes liess Neugründer bislang nicht in die Romandie ausweichen – Genf verzeichnet mit 2‘288 neu eingetragenen Unternehmen ein Minus von 8,4 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.
 

Knapp ein Viertel der Neugründer sind Frauen

In den ersten drei Quartalen 2012 wurden rund 1‘100 Unternehmen über die Gründerplattform STARTUPS.CH gegründet. Auf Basis dieser Daten zeigt sich, dass der typische Unternehmensgründer im Durchschnitt etwa 37 Jahre alt und männlich ist. In den ersten neun Monaten 2012 wurden 24 Prozent der Unternehmen von Frauen gegründet. Ihr Anteil lag in den letzten drei Jahren stets bei rund einem Viertel.
Punkto Nationalität ergibt sich folgendes Bild: Von Januar bis September 2012 wurden 64 Prozent aller Firmen durch Schweizer Staatsangehörige neu eingetragen, 11,4 durch Deutsche und 3,4 Prozent durch Italiener. Dabei machten die Schweizer im Jahr 2011 gemäss Bundesamt für Statistik 77,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung aus, die Deutschen 3,5 und die Italiener 3,6 Prozent.
Die meisten Unternehmen werden nach wie vor als Einzelfirma oder GmbH eingetragen. Auf diese Rechtsformen fielen 32,4 bzw. 34,4 Prozent aller Neueintragungen von Januar bis September 2012, auf Aktiengesellschaften 24 Prozent. Ein Vorteil von Einzelfirmen ist, dass sie einen relativ unkomplizierten Weg in die Selbständigkeit erlauben. Zudem kann für das Startkapital auf das Pensionskassengeld zurückgegriffen werden (was bei einer GmbH oder AG nicht möglich ist).
 

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2 Kommentare zu “Zug und Zürich verlieren, Luzern auf Vormarsch: Handelsregisterneueintragungen 1.-3. Quartal

  1. Haben Sie da eventuell eine Quelle, die eventuell auch Informationen zur aktuellen Entwicklung hat? Vor allem Kanton Zug würde mich interessieren.

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