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Weniger Neugründungen im ersten Quartal 2012

Die Zahl der Neugründungen in der Schweiz entwickelte sich rückläufig. Wurden im Startquartal des laufenden Jahrs 10‘060 neu gegründete Unternehmen ins Handelsregister eingetragen, waren es im Vorjahreszeitraum 10‘209. Das sind rund 1 Prozent weniger.

Neugründungen
 
Kantone im Vergleich

Erwartungsgemäss wurden im Kanton Zürich, dem bevölkerungsreichsten Kanton, mit 1710 Neueintragungen am meisten Unternehmen gegründet. Allerdings ging deren Zahl im ersten Quartal 2012 gegenüber dem ersten Quartal 2011 um 140 bzw. 7,6 Prozent zurück. Im Tessin stieg sie dagegen um 197 bzw. 35,3 Prozent, was auf die neue harte italienische Steuerpolitik zurückzuführen ist, die viele Italiener ins Tessin lockt. Prozentual hohe Zunahmen verzeichneten auch die Kantone Uri (+25,9%) und Glarus (+30,3%). Deutlich negativ fiel die Entwicklung in den Kantonen Jura (-19,2%) oder  Schaffhausen (-12,4%) aus, während Baselstadt leicht zulegte (+0,8%). Insgesamt fielen auf die Deutschschweiz 65,1 Prozent der Neueintragungen, auf die Romandie 27,4 Prozent sowie auf das Tessin 7,5 Prozent.

GmbH und Einzelfirmen am beliebtesten

Die meisten Unternehmen werden nach wie vor als Einzelfirma (35,1%) oder GmbH (34,6%)  gegründet. Der Weg in die Selbstständigkeit ist via Einzelfirma relativ unkompliziert, zudem kann über die Einzelfirma als Startkapital auf das Pensionskassengeld zurückgegriffen werden (was bei einer GmbH oder AG nicht möglich ist). Das erklärt auch die anhaltende Beliebtheit dieser Rechtsform. Ihr Bestand stieg im Berichtszeitraum um 3,5% auf 3’534, was einem Anteil von 35,1 Prozent entspricht. Der Anteil an GmbH ist mit 34,6 ebenfalls weiterhin hoch (-0,9%). Aktiengesellschaften (-5,8%) wiederum machen 21,2 Prozent aus und eignen sich eher als rechtliche Basis für grössere Firmen.

Deutsche haben unter den Ausländern die Nase vorn

Der Anteil Frauen unter den Neugründern betrug im ersten Quartal des laufenden Jahrs 22,5 Prozent. Er ist in den vergangenen Jahren grosso modo konstant geblieben. Das durchschnittliche Alter der Neugründer bewegt sich ebenfalls seit Jahren um die 37 Jahre. Der Blick auf die Nationalität zeigt: 61,3 Prozent aller Firmen wurden durch Schweizer Staatsangehörige gegründet. An zweiter Stelle stehen klar die Deutschen. Sie stellen knapp 13 Prozent der Firmengründer, gefolgt von den Italienern (5,6%). Die beiden Nationalitäten sind die am stärksten in der Schweiz vertretenen Ausländergruppen. Insgesamt hat der Anteil von Firmengründungen durch Ausländer in den vergangenen Jahren stetig zugenommen.

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