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Währungsrisiken abzusichern lohnt sich

Das Jahr 2020 hat für Unternehmen viele Unsicherheiten mit sich gebracht. Trotz der aussergewöhnlichen Situation wurden die Absicherungsquoten im Währungsmanagement der Schweizer Firmen nicht erhöht. Mit welchen Wechselkursen Unternehmen zukünftig rechnen müssen, erklärt die Credit Suisse in einer Studie zur Devisenkursentwicklung.

Von Unsicherheiten geprägtes Wirtschaftsjahr

Das Jahr 2020 glich für viele Schweizer Unternehmen einer Achter­bahnfahrt. In Anbetracht der mit der Corona-Krise verbundenen Unsicherheiten und der teilweise hohen Schwankungen am Devisenmarkt spielt die Währungsabsicherung für Unter­nehmen eine zentrale Rolle. Die jährliche durchgeführte Devisenumfrage der Credit Suisse zeigt: Trotz der Corona-Pandemie wurden die Absicherungsquoten im vergangenen Jahr kaum erhöht. An der Devisenumfrage 2021 haben 1088 mehrheitlich international tätige Unternehmen teilgenommen. Ziel der Studie ist es eine Einschätzung der künftigen Devisenentwicklung zu liefern. Die Umfrage erläutert, mit welchen Wechselkursen Schweizer Unternehmen rechnen und wie konsequent sie Währungsrisiken absichern. Neben Prognosen zur Devisenkursentwicklung liefert der umfassende Bericht spannende Geschäftsporträts und Einschätzungen von Experten zu Fremdwährungsrisiken und Wirtschaft.

Künftige Wechselkursentwicklung unsicher

Hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Schweizer Wirtschaft besteht bei den befragten Unternehmen Uneinigkeit. Während 44 Prozent damit rechnen, dass sich das Wirt­schaftswachstum im Jahr 2021 beschleunigen wird, geht die Mehrheit davon aus, dass die Wirtschaftsleistung stabil bleibt oder die Schweiz gar in eine Rezession rutschen könnte.

Die grossen Unsicherheit der letzten Monate spiegeln sich auch in den prognostizierten Devisenkursentwicklungen wider. Die Prognosen für den EUR/CHF-Wechselkurs reichen von unter 0.85 bis zu 1.20. Eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer rechnet nicht mit einer Aufwertung des Euros. Die Dollarschwäche dürfte in den Augen der Befrag­ten hingegen nachlassen.

Euro ist bedeutendste Fremdwährung

Für die im Import- und Export-Geschäft tätigen Unternehmen, zu denen die meisten Teilnehmenden der Umfrage zählen, ist und bleibt die Eurozone der wichtigste Handelspartner. Über 80 Prozent der befragten Firmenkunden tätigen mindestens einen Teil ihrer Einkäufe in Euro. Damit ist der Euro im Einkauf sogar wichtiger als der Schweizer Franken. Im Verkauf ist der Schweizer Franken zwar stärker, aber der Euro bleibt auch hier – gefolgt vom US-Dollar – die dominierende Fremdwährung.

Geringere Absicherung von Währungsrisiken im Export

Unternehmen, welche bei ihren Geschäftstätigkeiten mit verschiedenen Währungen operieren, werden vor grosse Herausforderungen gestellt. Fluktuierende Fremdwährungskurse sind geeignet erhebliche Gewinn- und Verlust-Schwankungen in der Bilanz zu verursachen. Während rund 47 Prozent der Importunternehmen diese Fremdwährungsrisiken abdecken, sichern lediglich 35 Prozent der exportorientierten Unternehmen Währungsschwankungen ab. 

Absicherungsquote steigt trotz Unsicherheit nicht

Insgesamt gaben rund 40 Prozent der befragten Unternehmen an, ihre Währungs­risiken abzusichern. Im Schnitt betrug die Absicherungsquote bei diesen Unternehmen in etwa 60 Prozent. Überraschend ist, dass ein Grossteil der Befragten die Absicherungsquote seit dem Ausbruch des Coronavirus nicht erhöht hat. Einerseits ist die ausbleibende Steigerung der Absicherungsquote darauf zurück­zuführen, dass ein Teil der Unternehmen schon vor der Krise 100 Prozent der Fremdwährungsrisiken abgesichert hatten, andererseits spielt auch die erhöhte Flexibilität im volatilen Umfeld eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Sicherheit trotz volatilen Wechselkursen

Fremdwährungen, allen voran dem Euro und dem US-Dollar, kommt sowohl beim Einkauf von Vorleistungen als auch beim Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen eine grosse Bedeutung zu. Unternehmen sollten sich deshalb wirksam vor Kursschwankungen schützen. Dies insbesondere, weil der Devisenmarkt auch 2021 von einer hohen Volatilität geprägt sein dürfte.

Erfahren Sie mehr zum Thema in der Studie der Credit Suisse zur Devisenkursentwicklung.

DE: www.credit-suisse.com/devisen

EN: www.credit-suisse.com/fx

FR: www.credit-suisse.com/devises

IT: www.credit-suisse.com/divise

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