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Interview mit Silvio Trionfini von sakku SWISS SOLAR BAG

sakku SWISS SOLAR BAG ist ein Startup mit Sitz in Zürich. Sie stellen Taschen und Rucksäcke her, welche nicht nur klassisch sind, sondern auch hoch technisch. Dank den integrierten Solarzellen kann man überall seine elektronischen Geräte aufladen. Doch sakku zeichnet sich nicht nur durch Design und Technik aus. Die Produkte und ihre Einzelteile werden beinahe ausschliesslich in der Schweiz produziert und verarbeitet. Zudem werden bei sakku nur Lernende angestellt, welche die UNITED school of sports besuchen. STARTUPS.CH führte ein Interview mit Silvio Trionfini, Geschäftsführer von sakku, um mehr über die Ideen dieser einzigartigen Geschäftsidee zu erfahren.

Herr Trionfini, sakku stellt Taschen und Rucksäcke mit hoch effizienten Solarzellen her, mit welchen man überall seine elektronischen Geräte aufladen kann. Die ersten Taschen wurden bereits 2006 hergestellt, als Handy, Ipod und co. noch keine so treuen Begleiter waren. Wie kam man auf diese Geschäftsidee?

2006, also vor der Zeitrechnung der Smart-Phones war der Energieverbrauch des «Handys» noch bescheiden. Mit der Möglichkeit ständig online zu sein, ist unser Smart-Phone-Akku häufiger leer. Das Bedürfnis, das Telefon unterwegs aufladen zu können ist riesig. Deshalb haben wir die Idee der mobilen und nachhaltigen Energielösungen aufgegriffen und weiterentwickelt. Mit unseren Solar-Taschen und Rucksäcken lädt man das Smart-Phone oder das in der Tasche bzw. im Rucksack integrierte Akku-Pack konstant mit Sonnen-Energie auf. Somit ist das Problem des Akku-Notstands passé.

Ende letzten Jahres wurden medienwirksam die neusten Modelle von sakku vorgestellt. Welche Herausforderungen stellten sich bei der Entwicklung und beim Markteintritt?

Die Beschaffung der textilen Materialien und Komponenten wie das Photovoltaik-Modul und Batterie war relativ aufwändig. Da wir nur hochstehende Materialien und Komponenten verwenden, investierten wir viel Zeit in die Evaluation und das Testen der Halb- und Fertigfabrikate. Bezüglich Marktbearbeitung ist es für ein Startup wohl immer eine Herausforderung mit einem relativ bescheidenen Marketing-Budget eine Markt-Präsenz zu erzeugen.

Wo sehen Sie die kommenden Herausforderungen für ein junges Startup in einem solch schnelllebigen Markt?

Für eine stetige Entwicklung ist ein abgestimmtes Timing aller Marketing-Massnahmen essentiell. Dafür sind genügend finanzielle und personelle Ressourcen sicher zu stellen.

sakku verwendet beinahe ausschliesslich Produkte, welche in der Schweiz hergestellt werden und produziert selbst auch hierzulande. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Da wir nachhaltige Energielösungen entwickeln und vertreiben, ist es für uns selbstverständlich, dass wir in der Schweiz produzieren und nur qualitativ hochstehende und langlebige Materialien verwenden. Nur in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Produzenten konnten wir in relativ kurzer Zeit die Prototypen unseres Design-Teams schnell umsetzen

Sie beschäftigen ausschliesslich Lernende, welche die UNITED school of sports besuchen. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Die Idee mit Lernenden eine Schweizer Marke aufzubauen, ist von der Sport-Akademie UNITED school of sports initiiert worden. Seit 2015 darf ich dieses Startup führen. Nebst der Funktion des Geschäftsführers bilde ich drei junge Kaufleute aus, die nebst der beruflichen Ausbildung Leistungssport betreiben.

Ist es anders, mit jugendlichen Nachwuchssportlern zusammen zu arbeiten, als mit solchen, welche eine reguläre kaufmännische Lehre absolvieren?

Die Lernenden der UNITED school of sports benötigen eine hohe Flexibilität um Ihre Training-Einheiten absolvieren zu können. Dies bedeutet eine unregelmässige Präsenz im Betrieb. Vom Spitzensport sind sich unsere Lernenden gewohnt, sich Ziele zu setzen und diese hartnäckig zu verfolgen. Sie sind sehr ehrgeizig und wissensbegierig, das passt zu unserer Firmenkultur.

Noch eine letzte Frage, was raten Sie jungen Unternehmern, welche ihr eigenes Startup gründen?

Wir bei sakku SWISS SOLAR BAG reflektieren kontinuierlich unsere Eigen- und Teamleistung, Testen neue Produkte- und Marketing-Konzepte aus und betreiben Kaizen-Management. Das sind alles Führungs-Ansätze, die auch für etablierte Unternehmen Sinn ergeben. Dies, da meiner Meinung nach das «klassische» Startup nicht existiert. Märkte, Ausgangslagen und Teams sind in «Startups» sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Herr Trionfini, wir bedanken uns herzlich für dieses interessante Interview!

 

Weiter Informationen auch zum sakku CARGO Launch-Apéro finden Sie hier.

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