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Schweizer Start-Up «iGroove» revolutioniert Musikmarkt

Das Schweizer Start-Up iGroove betreibt ein digitales Musiklabel und unterstützt somit Künstler bei ihrer täglichen Arbeit. Dabei setzt iGroove vor allem auf Innovation, Fairness und Service. Erfahren Sie im Interview, wer die genialen Köpfe hinter dem ersten digitalen Fairtrade Musikportal sind.

iGroove im Microsoft Ventures Programm in Berlin

(Die Gründer von iGroove (v.l.): Moris Marchionna, Géraldine Allemann und Dennis Hausammann)

Die Idee von iGroove ist simpel: Künstler in ihrer täglichen Arbeit unterstützen und Musik via SMS, iTunes, Spotify & Co. verkaufen. Das SMS-Verfahren ist hierbei sehr beliebt: Hat man auf der Plattform ein Lied ausgesucht und bezahlt, erhält man einen Downloadlink, wo der Song sofort herunterladen werden kann. Der Kaufpreis wird der Handyrechnung belastet.

Bereits 4500 Musiker, die vorwiegend aus der Schweiz kommen, bieten ihre Songs auf iGroove an. Besonders interessant ist das Preismodell: Die Musiker erhalten rund 92% der Verkaufserlöse. Bei iTunes erhalten die Künstler gerade einmal 70% der Verkaufserlöse. Zudem sind die Beträge auf der Plattform nur Mindestbeträge, die von Musikern selbst festgelegt werden. Die Käufer können mehr bezahlen, wenn sie einen Musiker zusätzlich unterstützen wollen.

iGroove wurde 2012 von Dennis Hausammann, Géraldine Allemann und Moris Marchionna gegründet und hat zuvor über STARTUPS.CH die Global Experts GmbH gegründet.  Lesen Sie im Interview mehr über die Idee, welche hinter iGroove steckt, über die Philosophie der Gründer und wie das Geschäftsmodell zustande gekommen ist.

Was sind die 3 beliebtesten Titel, Künstler und Playlists bei iGroove?

iGroove: Am beliebtesten sind Hip Hop, insbesondere Schweizer Hip Hop ist sehr beliebt. Der beliebte Züricher Rapper Xen stieg im letzten Jahr dank der Verkäufe über iGroove direkt auf dem 4. Platz der Schweizer Charts ein und wurde Ende des Jahres auch für den Swiss Music Award nominiert.

Wie sieht die geografische Verteilung der Nutzer aus?

iGroove: Wir haben viele Künstler aus der Schweiz, aber es kommen immer mehr Anfragen aus dem Ausland. Zurzeit kommen 60% der Neuanmeldungen aus Deutschland.

Wie hat euer Start ausgesehen?

iGroove: Wir waren unzufrieden mit dem, was es auf dem Markt an Angeboten gegeben hat. Da wir selbst Musiker sind, wissen wir, wie schwierig es ist von der Musik zu leben. Angefangen haben wir mit einem Service, der es den Künstlern ermöglicht hat, kostenlos Musik hochzuladen. Jetzt sind wir ein digitales Speed Label, dass es Künstlern ermöglicht von ihrer Musik zu leben und bieten einen Rundumservice für die Künstler an, bekannt zu werden.

Was ist das besondere an eurem Geschäftsmodell?

iGroove: Künstler müssen bei uns nicht das Gesamtpaket buchen, sie können sich das rauspicken, was ihre derzeitigen Bedürfnisse deckt. Und wer nicht weiss, was er braucht, kann uns jederzeit fragen. Ebenso haben wir einen Service per Chat: Die Künstler erhalten schnell und einfach ihre Antwort von uns persönlich, das kommt natürlich sehr gut an. Auch das  Buchungsmodell per SMS erfreut sich grosser Beliebtheit und wird zu fast 90% genutzt.

Was hebt euch von anderen Musikstreaming-Diensten ab in 3 Worten?

iGroove: Innovation, Fairness und  das besondere Verständnis für die Musikszene.

Wie finanziert sich euer Portal langfristig selbständig, wenn ihr nur 8% an der Kommission behaltet?

iGroove: Die Künstler haben ein Konto, mit dem sie bei uns angemeldet sind, aber sehr gut läuft auch der Service neben dem Kerngeschäft, wie Public Relations, Radiospots und vor allem Online Marketing für Musiker. Seit 2015 sind wir in der Gewinnzone und konnten unseren Umsatz im gleichen Jahr um 1500% steigern.

Wie zahlungsbereit sind die Nutzer bei diesem Modell?

iGroove: Das sind Berufsmusiker und die wissen: Man muss was investieren, damit etwas zurückkommt. Bei den Endkonsumenten sieht es so aus: Bei 15% der Einkäufe wird mehr bezahlt und damit direkt der Musiker unterstützt. Die höchste Zahlung für einen Song war statt CHF 1,50 – CHF 400 – kein Scherz!

Wie kam es zum Deal mit Microsoft Ventures?

iGroove: Dieser entstand durch Zufall auf der Web Conference in Dublin. Gerade vor dem Schluss der Messe, kam eine Microsoft Mitarbeiterin vorbei und war sofort von unserer Idee begeistert. Sie hat uns auf das Ventures Programm aufmerksam gemacht: 500 Bewerbungen, davon wurden 100 per Skype interviewt (eine Art Pitch per Skype), dann wurden 20 Leute zum Pitch nach Berlin eingeladen und zum Schluss sind wir mit ein paar anderen Start-Ups ins Ventures Programm gekommen.

Nennt uns die 3 grössten Herausforderungen vor, während und nach Eurer Gründung!

iGroove: Das sind insbesondere die Finanzierung und rechtliche Themen. Aber man wächst an dem Überschreiten seiner Grenzen und wir haben bis jetzt alle Herausforderungen gut meistern können.

Und wie sieht es heute aus?

iGroove: Es ist uns wichtig, bei dem schnellen Wachstum unsere bisherige Qualität beizubehalten, sprich Service, Support und Vertrauen. Darauf achten wir sehr und legen auch höchsten Wert darauf.

Welchen Tipp möchtet ihr angehenden Neugründerinnen und Neugründern mit auf den Weg geben?

iGroove: Dass man etwas machen sollte, wofür das eigene Herz schlägt. Man sollte sich nicht an Schwierigkeiten aufhängen, sondern daraus lernen. Man sollte etwas machen, an das man glaubt und auf Leute hören, die selbst erfolgreich sind.

Nennt mir ein Zitat, welches ihr anderen mit auf den Weg geben möchtet oder euch in den letzten Jahren begleitet hat oder gar gestärkt?

iGroove: Willst du Schwimmen, dann spring ins Wasser und geh nicht unter!

Wie steht Ihr zum Thema digitale Transformation? Klar, Ihr betreibt eine Online Plattform, aber setzt Ihr im Marketing rein auf die digitalen Medien?

iGroove: Wir setzen rein auf digitale Werbung, das ist die Gegenwart und die Zukunft. Effizient sind insbesondere Adwords und soziale Medien wie Facebook.

 

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