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Grundregel Nr. 3: Definieren Sie eine individuelle Geschäftsstrategie!

10 gewinnt! Die 10 Grundregeln für eine erfolgreiche Firmengründung


Grundregel Nr. 10

Den Schritt in die Selbständigkeit wagen, Unternehmer werden! Wer träumt nicht davon? Sein eigener Chef zu sein ist immer ein Thema – vielleicht erst recht in einer Rezession, wie wir sie heute erleben, wenn der angestammte Arbeitsplatz plötzlich alles andere als sicher ist. Damit die Selbständigkeit nicht in der Selbstaufgabe endet, stellen Ihnen die Berater der Gründerplattform STARTUPS.CH die 10 Grundregeln für eine erfolgreiche Firmengründung vor. Diese Regeln hat STARTUPS.CH auf der Grundlage der praktischen Erfahrung aus über 1‘000 Firmengründungen für Sie zusammengestellt. Damit Sie sicher und erfolgreich Ihre Firma gründen können.

Grundregel Nr. 3: Definieren Sie eine individuelle Geschäftsstrategie!

Hier gibt es die Grundregel zum Download als PDF.

Jedes Mal wenn Sie in Ihr Auto steigen machen Sie sich – mehr oder weniger bewusst – zwei Überlegungen: Wohin fahre ich und welches ist der direkteste Weg um möglichst schnell an mein Ziel zu gelangen? Dieselben Fragen sollten Sie sich auch bei der Unternehmensgründung stellen. Wohin wollen Sie Ihr Unternehmen führen und wie können Sie dieses Ziel erreichen? Sie brauchen also ein Ziel sowie eine Strategie um dorthin zu gelangen – Ihre individuelle Geschäftsstrategie. Sie dient Ihnen als Leitfaden, damit Sie sich erfolgreich im Markt positionieren und somit klar von den Konkurrenten abgrenzen können. Zur Positionierung und Abgrenzung gibt es verschiedene Teilstrategien zur Auswahl. Sie müssen sich aber nicht nur für eine dieser Strategien entscheiden – sie lassen sich auch kombinieren. Die richtige Antwort in der Strategie ist selten „entweder – oder“, sondern meistens „sowohl als auch“. Legen Sie sich eine eigene, erfolgsversprechende und ganz individuelle Gesamtstrategie zurecht.

Mein persönliches Ziel – der Mount Everest

Formulieren Sie Ihre Unternehmensziele so präzise wie möglich. Wollen Sie einfach einen Berg oder aber den Mount Everest besteigen. Ziele festzulegen macht aber nur Sinn, wenn überprüft werden kann, ob diese Ziele auch erreicht wurden. Das Ziel „möglichst viele Neukunden akquirieren“ macht somit nicht viel Sinn. Anders sieht es aber beim Ziel „in den ersten drei Monaten mindestens 10 Neukunden akquirieren“ aus. Hier können Sie nach der definierten Zeit genau bestimmen, wie viele Neukunden dazu gewonnen wurden. Formulieren Sie kurzfristige sowie langfristige Ziele. Etappenplanung macht das Erreichen des Gipfels – in Ihrem Fall den unternehmerischen Erfolg – bedeutend einfacher. Sobald die vorgesehene Zeit für die Erreichung eines Ziels abgelaufen ist, müssen Sie das erhaltene Resultat auswerten. Durch die daraus gewonnenen Erfahrungen definieren Sie gleich das nächste kurzfristige Ziel – Etappe um Etappe. Achten Sie aber auch auf Ihr langfristiges Ziel – das Erreichen des Gipfels. Sollten Sie nicht in der Lage sein, ihre Zwischenlager zu erreichen, so können Sie und ihre Sherpas davon ausgehen, dass Ihre Besteigung des Mount Everest davon beinflusst wird. Behalten Sie die langfristige Zielerreichung ebenfalls im Auge und treffen Sie laufend die notwendigen Anpassungen. Tipp: Die wichtigste Regel bei der Selbsteinschätzung und der damit zusammenhängenden Zielfindung ist Ehrlichkeit. Seien Sie ruhig optimistisch. Aber bleiben Sie auch realistisch. Reinhold Messner war ja schliesslich auch kein Ferienwanderer.

Meine Geschäftsstrategie – der Weg zum Ziel

Nun geht es darum, zu definieren, wie Sie Ihr Ziel erreichen wollen. Und schon sind Sie auf dem besten Wege zu Ihrer Geschäftsstrategie. Ihre Geschäftsstrategie muss genau an Ihr Unternehmen angepasst sein. Um sie zu definieren, können Sie aus einer grossen Palette an Teil- oder Grundstrategien auswählen. Orientieren Sie sich von Beginn weg an Ihrer Strategie und bleiben Sie bei dieser. Nur wenn Sie Ihrer Strategie treu bleiben, werden Sie langfristig Erfolg haben und somit Ihre Ziele erreichen. Denn vermeintliche spontane und in der Hektik der Ereignisse entstehende „Abkürzungen“, die abseits der gefassten Geschäftsstrategie liegen, enden häufig in einer Sackgasse. Wir alle erinnern uns an das Gesicht der Mutter, als der Vater dank einer Abkürzung durch die italienische Pampa schneller in den sommerlichen Badeferien sein wollte. Und dennoch: Nicht immer ist die zu Beginn gefundene Geschäftsstrategie auf lange Hand auch die richtige. Sollte der Erfolg ausbleiben, ist es ratsam, die Geschäftsstrategie zu überarbeiten und gegebenenfalls mit Hilfe der gemachten Erfahrungen neu zu definieren – und zwar in Ruhe und überlegt. Hektik ist nichts für Unternehmer. Nur wer plant, gewinnt.

Grundstrategien à la carte

Sowie es unendliche viele Ziele für ein Unternehmen kann, gibt es wahrscheinlich auch keine abschliessende Aufzählung von Grundstrategien – nehmen Sie die nachfolgenden Grundstrategien als Denkanstoss und überlegen Sie sich, welche für Ihre Zielerreichung von Nutzen sein könnten.

Tiefstpreisstrategie

Sie bieten Ihre Produkte billiger als Ihre Konkurrenten an – Aldi und Lidl lassen grüssen. Wählen Sie diese Strategie nur, wenn Sie gegenüber Ihrer Konkurrenz auch Kostenvorteile (günstige Beschaffung, tiefe Produktionskosten, tiefe Personalkosten und hohe Arbeitseffizienz) vorweisen können.

Qualitätsstrategie

Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen geniessen eine sehr hohe Qualität – Rolex und Mercedes lassen grüssen. Dadurch nehmen Sie in Kauf, dass ein relativ hoher Aufwand in die Bereitstellung Ihres Angebots investiert wird. Ihre Kunden müssen bereit sein, für mehr Qualität auch mehr zu bezahlen. Kommunizieren Sie Ihren Qualitätsvorsprung – nur so werden die Kunden Ihre Preise akzeptieren.

Innovationsstrategie

Sie haben eine Marktneuheit zu vertreiben – Swatch und Geox lassen grüssen. Diese Strategie soll im besten Fall aber nicht nur für ein Produkt oder eine Dienstleistung gelten. Sie müssen stets bemüht sein, mit weiteren neuen und verwandten Angeboten den Markt zu bearbeiten und dadurch Ihre Konkurrenz hinter sich zu lassen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Imitationsstrategie

Sie imitieren erfolgreiche Ideen verschiedener Konkurrenten – Migros Budget Drinks und Pepsi Cola lassen grüssen. Lernen Sie aus den Fehlern Ihrer Konkurrenz und übernehmen Sie lediglich die erfolgreichen Teilstrategien. Daraus entwerfen Sie dann Ihre neue Geschäftsstrategie.

Kooperationsstrategie

Sie arbeiten mit anderen Gesellschaften zusammen – Bosch und die Autohersteller lassen grüssen. Dadurch wird das Unternehmen oftmals einen höheren Marktanteil erreichen, gleichzeitig wird es aber in gewissem Masse von den Kooperationspartnern abhängig. Durch die Kooperation muss eine win-win-Situation entstehen.

Differenzierungsstrategie

Durch eine einzigartige Leistung innerhalb Ihres Angebots grenzen Sie sich klar von Ihrer Konkurrenz ab. In welchem Teil der Wertschöpfungskette diese Abgrenzung erfolgt ist Ihnen überlassen. Wichtig ist nur, dass die Kunden einen Nutzen davon tragen und diesen auch erkennen.

Fokussierungsstrategie

Sie spezialisieren sich auf eine spezifische Kundengruppe in Ihrem Markt. Als Spezialist für eine bestimmte Kundengruppe haben Sie sich klar von Ihrer Konkurrenz distanziert. Schauen Sie, dass Sie nach Möglichkeit in einem kapitalstarken Teilmarkt bleiben. Die Zahlungsbereitschaft Ihrer Kunden ist dadurch höher.

Umweltschutzstrategie

Sie verkörpern mit Ihrem Unternehmen einen hohen Umweltschutz – die Öko-Labels lassen grüssen. Ihr Fokus auf Umweltschutz muss sich durch das ganze Unternehmen (Produktion, Produkte, Prozesse) ziehen. Nur so wirken Sie glaubwürdig und überzeugen die umweltbewussten Kunden, für Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen mehr zu bezahlen.

Fazit

Stellen Sie aus den oben erwähnten Strategieansätzen Ihre eigene, ganz individuelle Geschäftsstrategie zusammen und bringen Sie diese zu Papier. Ihre Geschäftsstrategie soll Sie möglichst schnell an Ihr vordefiniertes Ziel bringen und Sie auf dem Markt absolut einzigartig erscheinen lassen. Bleiben Sie dieser Strategie treu und machen Sie keine Ausnahmen. Sollten Sie Ihre Zwischenziele nicht erreichen, so muss die Geschäftsstrategie möglichst rasch überdacht und angepasst werden. Dasselbe gilt nach der Erreichung von Zwischenzielen und bei der Definition neuer Ziele, auch in diesem Fall muss die Geschäftsstrategie an die neuen Ziele angepasst werden.

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