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Erfolgsfaktor Chinese Walls – von einer restriktiven Informationspolitik profitieren

Besonders in der Finanzindustrie wird der Modebegriff «Chinese Walls» immer häufiger umhergeworfen. Aber was hat es eigentlich damit auf sich? Die asiatische Sehenswürdigkeit hat schliesslich nichts mit den edlen Gebäuden am Paradeplatz zu tun. Finden Sie im Beitrag heraus was Chinese Walls sind und wie auch Ihr Unternehmen davon profitieren kann.

Was sind Chinese Walls?

Der Ausdruck Chinese Walls entstammt dem angloamerikanischen Raum und bezeichnet eine virtuelle Mauer, welche den Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Departementen einer Unternehmung begrenzt. Durch den eingeschränkten Informationsfluss soll sichergestellt werden, dass keine rechtlich oder ethisch fragwürdige Geschäftsaktivitäten erfolgen. Chinese Walls sind besonders für die Finanzindustrie gedacht, welche vielfach mit sensiblen Kundendaten in Kontakt kommt. Aber nicht nur Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften können von einem vorsichtigen Informationsfluss profitieren.

Warum braucht es Chinese Walls?

Spätestens seit der Etablierung des US-amerikanische Gesetzes zur Prävention von Bilanzskandalen (dem Sorbanes-Oaxley-Act) haben Chinese Walls stark an Bedeutung gewonnen. Aber weshalb genau muss der Informationsfluss beschränkt werden? Ein einfaches Beispiel zeigt, dass eine zu lockere Informationspolitik verheerende Folgen haben kann. Finanzdienstleistungsunternehmen bieten verschiedenste Services an. Das Corporate Investment Departement etwa berät Firmen zu ihren Wachstumsstrategien und verfügt daher über die neuesten Informationen zu anstehenden M&A-Geschäften. Gleichzeitig erhalten in der regulären Investment Beratung Privatpersonen Hinweise dazu welche Aktien gekauft und verkauft werden sollen. Fliesst nun die Information, dass ein Unternehmen verkauft werden soll, vom ersten in das zweite Departement und berät letzteres seine Kunden auf Basis der Information, so macht sich das Unternehmen dem widerrechtlichen Insiderhandel strafbar. Das ist zumindest dann der Fall, wenn die Information nicht öffentlich bekannt ist.

Können auch Startups von Chinese Walls profitieren?

Ja, das geht! Wie das obige Beispiel zeigt, sind Chinese Walls vor allem in der Finanzindustrie sehr wichtig. Aber auch Unternehmen anderer Branchen sowie Startups sollten vorsichtig damit sein, welche Informationen von einem Geschäftsbereich in den anderen fliessen. Der strafbare Insiderhandel ist nur eine mögliche Folge einer zu laschen Informationspolitik. Weitaus häufiger sind Verstösse gegen das Datenschutzgesetz oder die Persönlichkeitsrechte der Kunden. Auch diese vergleichsweisen kleineren Taten können strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Für ein junges Unternehmen mit geringem Startkapital kann ein Verstoss ernsthafte finanzielle Folgen haben. Eine zu lasche Informationspolitik kann einem Startup genauso das Genick brechen wie das Fehlen des Informationsaustauschs. Es lohnt sich daher konkrete Regeln für den Informationsfluss zwischen den Geschäftsbereichen zu etablieren und genau festzuhalten, welche Informationen geteilt werden müssen bzw. dürfen.

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