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Die Frage nach Work-Life Balance in der Selbstständigkeit

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist für viele Menschen die Verwirklichung eines Lange gehegten Traums. Wenn neben der Kerntätigkeit aber plötzlich auch Buchhaltung, Marketing und Co. selbst erledigt werden müssen, kann das die Work-Life-Balance erschüttern. Hier kommen Virtuelle Assistenzen ins Spiel.

Die Vision der Work-Life Balance ist nicht mehr neu. Sie bezeichnet den Anspruch, zwischen Anforderungen im Beruf und den Bedürfnissen im Privatleben hindurch zu balancieren, ohne dass ein Bereich zu kurz kommt oder man auf das Burnout zusteuert. Häufig genug resultiert die Interpretation dessen dann darin, dass die Arbeit als notwendiges Übel dient, um sich dann irgendwann in noch nicht definierter Zukunft die Freizeit, Ferienzeit oder gar die Rente verdient zu haben und geniessen zu dürfen. Also das zu tun, was man eigentlich immer tun wollte und worauf man so hart hingearbeitet hat. Oder wie James Altucher es in Choose Yourself (2013)* ausdrückt: “People are very, very busy walking around you, paying with the currency of unhappiness now in order to reach their glorious futures someday… maybe.

In den letzten Jahren hat sich dieses Verständnis ein bisschen gewandelt. Der Begriff des Workism hat im Gegenzug an Popularität gewonnen. Arbeit soll nicht mehr nur Mittel zum Zweck, sondern eine Quelle der Selbstverwirklichung und Erfüllung sein und idealerweise in Einklang mit der eigenen Identität stehen. Vor allem vor dem Hintergrund der derzeitigen Krise hat sich der Drang nach Selbstbestimmung, Sinnhaftigkeit und Ausschöpfung der uns gegebenen Möglichkeiten um ein Vielfaches verstärkt. Dies gibt Anstoss dazu, Arbeit und Leben neu zu denken und zu kreieren. Wir erwachen aus dieser disruptiven Zeit und fragen uns: „Wie will ich mich fühlen, bei dem, was ich tue?“

Immer mehr Wege führen in die Selbstständigkeit…

Immer mehr Menschen finden die Antwort auf ihre Fragen in der Selbstständigkeit und in den Vorzügen des orts- und zeitunabhängigen Arbeitens. Sie wollen selbst entscheiden, wie viel sie arbeiten, wann sie reisen und wann sie Zeit mit der Familie und den Kindern verbringen. Gleichzeitig wollen sie das Gefühl haben, mit ihrer Expertise einen wirklichen Mehrwert zu schaffen. Auch Unternehmen werden immer offener dafür, mit ihren Mitarbeitenden oder Auftragnehmenden ausschliesslich online zu kommunizieren.

… und zum Begriff der Virtuellen Assistenz

So findet man sich wieder im Feld der Virtuellen Assistenz. Virtuelle Assistentinnen bieten ihre Dienste orts- und zeitunabhängig und meist in selbstständiger Tätigkeit an. Verschiedenste Aufgaben wie Offertwesen, Buchhaltung, Social Media Management, Webseitenerstellung, Texterstellung und Lektorate können von Unternehmen ausgelagert werden. Für eine Virtuelle Assistenz bietet dies nicht nur die Möglichkeit, sich die Zeit frei einzuteilen und von überall aus zu arbeiten, sondern es verleiht dem eigenen Schaffen Sinn und liefert eine intrinsische Quelle der Inspiration und Motivation.

Immer mehr Unternehmen werden sich bewusst, wie viel Entlastung eine Zusammenarbeit mit einer Virtuellen Assistenz tatsächlich bedeutet. Gaby Cacciatore-von Mandach von womenbiz arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit Virtuellen Assistentinnen. Nicht nur für sich selbst empfindet sie die Zusammenarbeit mit einer Virtuellen Assistenz als extrem wertvoll. Sie sieht hier auch enormes Potenzial für die Unternehmerinnen in ihrem Netzwerk. Ein Virtueller Assistent entlastet ein Unternehmen, indem er mit Expertenwissen auf seinem jeweiligen Gebiet Unterstützung bietet. So kann sich die Unternehmerin voll und ganz auf das Kerngebiet fokussieren und mit der begrenzten Zeit sinnvoll haushalten. Denn meist bleibt daneben weder Zeit noch Musse, sich beispielsweise der Buchhaltung oder dem Marketing zu widmen. Nur so kann sich ein Unternehmen weiterentwickeln. „Ich kann es mir nicht leisten, mir keine VA zu leisten. Dies ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um weiterzukommen“, so Gaby. Und es zahlt sich um ein Vielfaches aus. In der gewonnenen Zeit lassen sich neue Kundinnen gewinnen, das eigene Expertentum untermauern und die eigenen Fähigkeiten und Energie gewinnbringend einsetzen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten für den Einsatz einer Virtuelle Assistenz

Virtuelle Assistenten können sowohl punktuell als auch regelmässig eingesetzt werden. Gaby schätzt aber eine längerfristige Zusammenarbeit. So kennen ihre Virtuellen Assistentinnen die Vision und die Tonalität ihres Unternehmens. Sie empfiehlt ausserdem, sicherzustellen, dass sich Virtuelle Assistenzen gegenseitig vertreten können. So bleibt nichts auf der Strecke, wenn einmal jemand ausfällt. Dies ist unabdingbar, wenn man als Unternehmen eine gewisse Grösse erreichen will. Zudem ist es wichtig, trotz Distanz Vertrauen aufzubauen. Je mehr Vertrauen herrscht, desto mehr Verantwortung kann übertragen werden. So erlangt man auch seitens Virtueller Assistenz eine Loyalität zum Unternehmen und den Willen, eigene Ideen einzubringen. Dies bedeutet wiederum Mehrwert und eine grosse Entlastung. Zudem entsteht dadurch, dass von allen Seiten neues Expertenwissen miteinfliesst, ein Crowd-Knowhow, das sich gewinnbringend in das Unternehmen investieren lässt.

So lässt sich der Begriff Work-Life-Balance nicht nur seitens Virtueller Assistenz neu denken. Auch von Unternehmern kann die Work-Life Balance bewusst in Angriff genommen und gestaltet werden. Der Fokus soll schliesslich darauf liegen, nicht im Unternehmen, sondern am Unternehmen zu arbeiten. Und so letztendlich zu entscheiden, wie denn nun der Work-Aspekt genau aussehen soll, und sich am Wochenende nicht der Buchhaltung, sondern dem Life-Aspekt zu widmen.

Wenn jede Person ihr Potenzial leben kann, und dies örtlich und zeitlich selbstbestimmt, resultiert das in besserer Qualität der gelieferten Leistung und mehr Erfolg auf beiden Seiten. Eine Win-Win-Situation also, sowohl für die Auftraggeberin wie auch den Auftragnehmer. Und so ist es unsere Umsetzung eines neuen Verständnisses dieser Work-Life Balance, die nicht nur die Arbeitswelt stark verändern wird, sondern auch unser aller Bild von Lebensqualität.

*Altucher, James (2013), Choose yourself! CreateSpace Independent Publishing Platform, Scotts Valley, US.

Über die Autorin:

Sandra Jörimann arbeitet seit 2018 als Virtuelle Assistentin in der Schweiz im Bereich Transkription und Lektorat. Mit ihrem Unternehmen Virtuelle Assistenz Schweiz by Sandra Jörimann will Sie Virtuelle AssistentInnen in der Schweiz dabei unterstützen sich zu informieren, vernetzen und auszutauschen.

Über womenbiz:

Die 2013 gegründete Vereinigung womenbiz verbindet Geschäftsfrauen über alle Branchen hinweg. Ziel der Gemeinschaft ist es, einen vernetzten Mitgliederkreis zu schaffen und Unternehmerinnen eine crossmediale Plattform zur Schaffung wertvoller Synergien zu bieten. Die Vereinigung ermöglicht ihren rund 700 Mitgliedern nicht nur eigene Erfahrungen einzubringen, sondern auch auf das Wissen Gleichgesinnter zurückzugreifen, um gemeinsam weiterkommen.

Haben Sie eine innovative Geschäftsidee, die Sie gerne umsetzen möchten? Die Experten von STARTUPS.CH stehen Ihnen gerne zur Verfügung und begleiten Sie in berufliche Selbständigkeit.

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