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Arbeitszeit in der Schweiz – was muss ich als Arbeitgeber beachten?

Als Arbeitszeit gilt die Zeit, während der sich der Arbeitnehmer zur Verfügung des Arbeitgebers zu halten hat. Die übliche Arbeitszeit beträgt 42 Stunden pro Woche. Bei einer vertraglichen Änderung der Arbeitszeit müssen die Höchstarbeitszeiten beachtet werden.

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Höchstarbeitszeit im Arbeitsgesetz

Die übliche Arbeitszeit beträgt in der Schweiz 42 Stunden pro Woche für ein 100% Pensum. Im Arbeitsvertrag kann man weniger oder mehr vereinbaren. Bei der vertraglichen Vereinbarung der Arbeitszeit muss man als Arbeitgeber das Arbeitsgesetz betrachten, welches zwingende Schutzvorschriften für die Arbeitnehmer enthält.

Eine Höchstarbeitszeit von 45 Stunden pro Woche gilt für alle Arbeitnehmer in industriellen Betrieben, für Büropersonal und für technische Angestellte. Alle übrigen Arbeitnehmer dürfen maximal 50 Stunden pro Woche arbeiten. Für einzelne Wirtschaftsbereiche können Ausnahmen vorgesehen werden. Einzelne Betriebe können beim Bundesamt für Wirtschaft (SECO) Bewilligungen für eine Verlängerung beantragen.

Zwischen den Arbeitstagen ist jedem Arbeitnehmer eine Ruhezeit von mindestens 11 aufeinanderfolgenden Stunden zu gewähren. Als Ruhezeit gelten dabei der Aufenthalt ausserhalb des Betriebes und der Arbeitsweg. Wird der Arbeitsweg verlängert, weil man ausserhalb des Betriebes arbeiten muss, gilt diese Zeit auch als Arbeitszeit.

Überstunden und Überzeit

Überstunden leistet man bei einer Überschreitung der vertraglich festgelegten Arbeitszeit (z.B. im Arbeitsvertrag festgelegte 42 Stundenwoche). Überstunden können ausbezahlt, kompensiert oder vertraglich wegbedungen werden.

Überzeit beginnt, wenn man die Höchstarbeitszeiten im Arbeitsgesetz überschreitet. Überzeit muss ausbezahlt oder kompensiert werden. Eine vertragliche Wegbedingung ist nicht möglich.

Arbeitsgesetz gilt nicht für leitende Angestellte

Arbeitnehmer mit höherer leitender Tätigkeit sind nicht vom Arbeitsgesetz erfasst. Für sie gelten folglich die wöchentlichen Höchstarbeitszeiten und Ruhepausenvorschriften nicht. Wer aufgrund seiner Stellung und Verantwortung über weitreichende Entscheidungsbefugnisse verfügt, gilt als leitender Angestellter. Die Abgrenzung ist in der Praxis jedoch schwierig.

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Ein Kommentar zu “Arbeitszeit in der Schweiz – was muss ich als Arbeitgeber beachten?

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