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7 Geschäftsführer aus der Tech-Branche und ihre Marketingtrend-Vorhersagen für 2020

Bericht von Kimberly A. Whitler, Senior Contributor CMO Network

Mit Blick auf das nahende Jahr 2020, habe ich sieben Geschäftsführer aus der Tech-Branche gebeten, die wichtigsten Marketingtrends zu benennen und ihre Erkenntnisse mit uns zu teilen.

D2C-Unternehmen werden E-Mails als primären Kundenkommunikationskanal aufgeben. Leore Avidar, Mitbegründerin und CEO, Lob

“Im Jahr 2020 werden Unternehmen, die sich direkt an den Verbraucher wenden (Direct-to-Customer, D2C), Abmelderaten für E-Mails von bis zu 40% hinnehmen müssen. Die Reichweite von E-Mail-Listen wird einen Allzeittiefpunkt erreichen. Da Plattformen wie Instagram, Facebook und Google immer teurer werden, werden Marken gezwungen, alternative Kommunikationswege mit ihren Kunden zu finden. Marken werden ihre Marketingstrategien überdenken und traditionellere Ansätze des Engagements modernisieren müssen, um die Kundenbindung aufrechtzuerhalten und gleichzeitig einzigartige und sinnvolle Wege zu schaffen, um ihren Kundenstamm zu erreichen. In einer Ära extremer Tests und Personalisierung bleiben für D2C-Marken nur begrenzte Möglichkeiten und sie müssen neue Kanäle erschliessen, die eine direkte Beziehung schaffen und das Engagement fördern.”

KI wird noch mehr von sich reden machen, aber 2020 ist nicht das Jahr, in dem KI die Welt verändert, Sudheesh Nair, CEO von ThoughtSpot  

„Wenn Sie dachten, dass der Marketinglärm um KI im Jahr 2019 laut war, bereiten Sie sich darauf vor, dass er im Jahr 2020 ohrenbetäubend wird. Private Unternehmen, insbesondere Startups, werden sich zunehmend als KI-Unternehmen anpreisen, um Risikokapitalgelder zu erhalten, unabhängig davon, was sie tatsächlich anbieten. Ebenso werden wir sehen, wie Unternehmen, insbesondere börsennotierte, ihre Angebote mit einem KI-Label versuchen aufzupolieren, um die Aktionäre zu beeindrucken, die hungrig nach Geschichten über den Erfolg digitaler Transformation sind. Gleichzeitig oder gerade deshalb ist 2020 prognostiziert als ein hartes Jahr für KI. Mit der Einsicht wie weit Marketing und Realität auseinanderliegen werden die Menschen so manche Illusion aufgeben. Unternehmen müssen weiterhin in eine Infrastruktur investieren, die in der Lage ist, KI-Fähigkeiten und eine Vielzahl von APIs zu nutzen, um Daten zu verknüpfen und Algorithmen zu trainieren und zu speisen.”

Einzelhandelstrend: Hyperlokalität, Tom Buiocchi, CEO, ServiceChannel

„‘Hyperlokalität‘ wird ein Trend im Einzelhandel und für Dienstleistungen aller Art sein. Grosse Einzelhändler wandeln sich vom Mega-Supermarkt zu lokalen Aussenstellen, die eher wie ein Teil der Gemeinde aussehen und sich auch so anfühlen. Der Standort spielt eine immer wichtigere Rolle, und mit flächendeckender Lieferbarkeit von allem werden einige Geschäfte einfach dorthin gehen, wo die Käufer sind. Das Gesundheitswesen bildet dabei keine Ausnahme: erwarten Sie, dass immer mehr medizinische Kernleistungen in Apotheken oder sogar an speziell dafür errichteten Standorten angeboten werden. Auf diese Weise können die Einzelhändler den Käufern ein bequemes und effizientes Einkaufserlebnis bieten.“

Finanz-Governance wird zur Cloud-Priorität Nummer eins, Ashish Thusoo, Mitbegründer und CEO, Qubole

„Die Cloud bietet enorme Vorteile für Agilität und Innovationsgeschwindigkeit, aber Unternehmen haben erkannt, dass die Kosten außer Kontrolle geraten können, wenn sie nicht sorgfältig verwaltet werden. Im kommenden Jahr wird Finanz-Governance in der Cloud noch mehr zum Fokus werden, da Geschäftsführer den ROI ihrer Cloud-Aktivitäten verstehen und die einzelnen Abteilungen für deren Cloud-Nutzung verantwortlich machen möchten. Das bedeutet, es wird einen Schwerpunkt auf Tools zur Berechnung der Kosten für Cloud-Speicherung und -Computing sowie auf Rückbelastungsmechanismen für einzelne Geschäftseinheiten und Abteilungen geben, damit diese für ihre Nutzung verantwortlich gemacht werden können.”

Kunden werden sich bei der Sicherstellung der Compliance auf Softwareanbieter stützen, Gregg Johnson, CEO, Invoca

“Neue Vorschriften wie CCPA und DSGVO sowie die steigende Nachfrage der Verbraucher nach Datenschutz werden die Art und Weise, wie Unternehmen im Jahr 2020 mit Compliance umgehen, verändern. Es wird nicht länger nur das Kontrollkästchen sein, das die IT-Abteilung während des Softwareauswahlprozesses anklickt, sondern ein Feature, welches im Marketing an vorderster Front steht. Softwareanbieter werden Compliance als Service anpreisen, da sich die Endbenutzer stark auf Anbieter verlassen, um in einer sich ständig verändernden Regulierungslandschaft immer einen Schritt voraus zu sein.” 

Produktnutzungskennzahlen werden zu Indikatoren für die am höchsten geschätzten Unternehmen, Todd Olson, Mitbegründer und CEO von Pendo

“Produktnutzungskennzahlen wie Akzeptanz (Adoption), Bindung (Retention) und Anhaftung (Stickiness) werden neben den Finanzdaten als Indikatoren für das allgemeine Gesundheits- und Wachstumspotenzial eines digitalen Unternehmens gelten. Nach einem Jahr, in dem viele Technologieunternehmen den Erwartungen nicht entsprochen haben, die Börseneinführung verzögert oder sich gar entschieden haben, überhaupt keinen Antrag auf Erst-Emission einzureichen, werden die Zahlen, die oft überhöht sein können, anhand von Kennzahlen überprüft, die leicht quantifizierbar sind und bestimmen können, ob Kunden engagiert und glücklich oder frustriert sind und wahrscheinlich abwandern. Je früher Investoren diese Trends aufdecken können, desto eher können sie investieren oder sich zurückziehen.”

2020 wird kühne Entscheidungen entfesseln, die kontrolliert umgesetzt werden, Brett Caine, CEO von Airship

“Die erfolgreichsten Unternehmen führen jährlich Tausende, ja sogar Zehntausende von Tests und Experimenten durch. Für Netflix bedeutete dies, den Menschen das anzubieten, was sie schnellstmöglich sehen wollen, und hat ein 25-Milliarden-Dollar-Geschäft für Amazon geschaffen, als sie mit der Einführung von Amazon Web Services (AWS) experimentierten. Angesichts der enormen Wettbewerbsherausforderungen in jedem Markt und der übergreifenden Erkenntnis, dass das Kundenerlebnis genauso wichtig ist wie die Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens, werden Marketer noch stärker als bisher mit Kundenengagement und neuen digitalen Eigenschaften von Vertriebswegen experimentieren. Anstatt hohe Einsätze auf grosse Kampagnen mit unbekanntem ROI zu tätigen, können diese Entscheidungen durch kontinuierliche Tests und Optimierungen in überschaubare Abschnitte unterteilt werden, wobei jeder Schritt durch Daten validiert werden kann.”

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